Tiziano Gerber
und die Band Band Beat the 18th suchen neue Mitglieder aus dem Linthgebiet.
Barbara Wojak
Kennst du das Gefühl, wenn im Leben plötzlich alles durcheinanderwirbelt? So, als hätte jemand den Deckel geöffnet und einmal kräftig geschüttelt? Genau so fühlt sich diese Zeit für viele an. Im Aussen passiert viel. Nachrichten, Veränderungen, Verluste. Man könnte fast meinen, die Welt sei aus den Fugen geraten. Und ja, wenn man sich zu lange damit beschäftigt, könnte man glatt glauben, man müsse jetzt sofort alles verstehen, lösen oder zumindest kommentieren. Muss man aber nicht.
Ich kenne diese Phasen gut. Dieses Gefühl, im eigenen Leben festzustecken, im Sumpf zu stehen, nicht vorwärtszukommen. Und irgendwann merkt man: Man steht nicht im Sumpf, man ist mitten in einem Veränderungsprozess. Klingt weniger dramatisch, ist aber ehrlicher. Viele Menschen halten in solchen Zeiten am Alten fest. An Gewohnheiten, an Überzeugungen, an dem Satz: Das war doch immer so. Verständlich. Das Bekannte gibt Sicherheit, selbst wenn es längst nicht mehr passt. Doch genau hier liegt die Wahl. Bleibe ich im Alten, weil es vertraut ist? Oder öffne ich mich für das, was gerade entstehen will?
Aus eigener Erfahrung und aus vielen Gesprächen weiss ich, wie herausfordernd genau dieser Moment sein kann. Dieser Punkt zwischen dem, was war, und dem, was sich noch nicht zeigt. Und genau dort beginnt Veränderung. Ein kleiner Impuls, ganz einfach: Du musst nicht überall mitmachen. Nicht jede Nachricht ist deine. Nicht jedes Drama braucht deine Aufmerksamkeit. Du darfst dich entscheiden, wo du hinschaust. Vielleicht nicht als Erstes nach aussen, sondern nach innen. Das Leben erinnert uns immer wieder an etwas sehr Grundlegendes. Dass Wandel kein Fehler ist, sondern ein Übergang. Etwas geht zu Ende. Etwas anderes beginnt. Nicht laut. Nicht spektakulär. Sondern oft ganz still in uns.
Und manchmal fühlt sich genau dieser Moment wie ein dunkles Tal an. Orientierungslos, eng, unbequem. Doch vielleicht ist es genau dieser Raum, in dem sich etwas neu ordnet. Nicht sichtbar für andere. Aber spürbar für dich. Vielleicht geht es gar nicht darum, sofort Antworten zu finden, sondern darum, dir selbst wieder näher zu kommen. Schicht für Schicht. Gedanke für Gedanke. Atemzug für Atemzug. Und vielleicht ist genau darin die grösste Veränderung verborgen. Nicht im Aussen, sondern in dem Moment, in dem du beginnst, dir selbst wieder zu vertrauen. Wie wäre es, diesem leisen inneren Ruf zu folgen und genau dort hinzuschauen, wo in dir gerade etwas Neues entstehen will?
Barbara Soreia Wojak, Kolumnistin für Bewusstsein & Wahrheit; Mentorin für Selbstermächtigung & innere Führung
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