Roger Eberhard
freut sich als Präsident auf die Fasnacht Kaltbrunn.
Franziska Steiner-Kaufmann, Kantonsrätin die Mitte, Gommiswald
Wenn man gegen Wil West mit dem Verkaufspreis argumentiert, hört man auf der halben Strecke auf zu rechnen: Gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtungen ziehen Gegner von Wil West dem Preis direkt mal ab. Sie rechnen nur noch das Verbleibende durch sämtlich irgendwie betroffenen Quadratmeter und landen dann bei 54 Franken pro Quadratmeter. Es ist aber so: Nur für das effektive bebaubare Gebiet von 7,8 Hektaren wurde der Kaufpreis auf 20 Millionen fixiert. Das heisst 255 Franken pro Quadratmeter. Es gibt nun aber noch keine Strasse, keine Kanalisation, kein Wasser, kein Strom. Es kommen da noch mindestens 250 Franken für Strassen, Strom- und Wasseranschluss und für weitere Massnahmen wie zum Beispiel der Bodenabtrag, hinzu. Gibt total rund 500 Franken pro Quadratmeter. Bei Wil West ist es, wie wenn jemand ein altes Bauernhaus ohne öffentlichen Wasseranschluss und ohne Anschluss an die Kanalisation, dafür mit holpriger Kieszufahrt, günstig kaufen kann. Da kostet die Instandsetzung danach halt noch was. Übrigens: Der Kaufpreis bei Wil West wurde genauso ermittelt, wie es bei Land und Leute üblich ist, wenn man Böden oder Immobilien verkaufen will. Man lässt den Schätzer kommen. Hier wurde es genauso gemacht. Viel wichtiger als der Kaufpreis ist aber: Was bekommen wir mit Wil West eigentlich? Eine ganzheitliche Lösung für das Verkehrsproblem in Wil mit ÖV und Autobahnzubringer. Zudem die Möglichkeit, dass an einem Ort gebündelt Unternehmen ansiedeln können. 22 Gemeinden verzichten nämlich auf Neueinzonungen, was Druck vom Kulturland der Landwirtschaft wegnimmt. Zudem verlieren wir nicht teuer ausgebildete Fachkräfte an den Kanton Zürich, sondern diese bleiben viel eher bei uns in der Ostschweiz hängen. Die Landwirtschaft profitiert zudem von umfassenden Bodenverbesserungsmassnahmen. Genauso hätte man schon vor 50 Jahren planen und entwickeln sollen. Darum Ja zu Wil West.
Franziska Steiner-Kaufmann, Kantonsrätin die Mitte, Gommiswald
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