Barbara Soreia Wojak
vergleicht die Menschen in ihrer Kolumne mit einem Boiler.
Eine neue Ausstellung im Ackerhus zeigt alte Fotografien von Toggenburger Häusern,
Vor einem Jahr sind alte Fotografien von Toggenburger Häusern entdeckt worden, zufällig in München. Über50 Schwarz-weiss-Negative, aufgenommen im Jahr 1908.
Ebnat-Kappel Jetzt zeigt das Ackerhus diese Kollektion in einer Sonderausstellung, die Fotos vergrössert im Posterformat. Wunderbar, was man ausser den Hausansichten darauf noch alles sehen kann: spielende Kinder und Knaben am Gartenhag, ausgehängte Wäsche, ein Kaffeekränzchen an einem Sitzplatz zwischen Stechpalmen oder das «Rössli» Nesslau mit der Postkutsche davor samt dem angehängten öffentlichen Briefkasten – alles aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Aber wer hätte der Fotograf sein können? Offensichtlich jemand, der die stolze Schönheit des typischen Toggenburger Hauses erkannt hatte. Und nichts ist gestellt. Wir erhalten damit heute einen unvergleichlichen Einblick in eine Welt, die so gar nicht mehr vorstellbar ist – eine Welt, wo das Leben noch gemächlich, sozusagen beschaulich, zu verlaufen schien. Fotoausstellung im Museum Ackerhus in Ebnat-Kappel, Vernissage mit Stefan Näf (Entdecker, Käufer und Spender der Fotosammlung und musikalischer Umrahmung) am Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr. Die Ausstellung kann von 10. Mai bis 8. November, ausgenommen Sommerpause (6. Juli bis 30. August), immer sonntags von 13 bis 17 Uhr, besichtigt werden. ⋌pd
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