Tiziano Gerber
und die Band Band Beat the 18th suchen neue Mitglieder aus dem Linthgebiet.
Baumeister der Region Etzel und Linth: Präsident Martin Jud (2.v.l.), flankiert von seinen Vorstandskollegen Gian-Reto Lazzarini, Patrick Hofstetter, Roman Kohler, Reto Oberholzer und Hans Peter Kuster.
Der Baumeisterverband Etzel und Linth führte seine 107. Generalversammlung im Restaurant «Löwen» in Tuggen durch. Themen waren die aktuelle Lage der Bauwirtschaft, die zentralen Herausforderungen und ein Ausblick in die Zukunft der Branche.
Region Präsident Martin Jud (JMS-Gruppe Schmerikon) steht dem Verband mit seinen 41 aktiven Mitgliedern seit zwei Jahren vor. An der Generalversammlung in Tuggen anwesend waren 30 Berufskollegen, die er herzlich begrüsste. «Die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen und weltweiten politischen Unsicherheiten sind grosse Herausforderungen. Wir erleben aktuell eine verrückte Zeit», führte er gleich zu Beginn seiner Rede aus. «Trotz diesen anhaltenden Schwierigkeiten dürfen wir auf ein weiteres anstrengendes, aber erfolgreiches Baujahr 2025 zurückblicken.»
Die Wirtschaftslage im Sektionsgebiet Etzel und Linth sei weiterhin stabil. Es werde immer noch kräftig in den Wohnungsbau, aber auch in neue Gewerbebauten investiert. Der Ausbau der Infrastruktur hinke allerdings hinterher, gab Jud Einblick in die aktuelle Lage der Bauwirtschaft. Ein Wermutstropfen sei der, dass für den Erhalt der bestehenden Substanz zwar Investitionen getätigt, aber keine neuen Kapazitäten geschaffen werden. In diesem Zusammenhang erwähnte er das Fernwärmeprojekt ab Hinwil nach Rapperswil, welches gestoppt wurde. Leider habe auch die Dauer der Bewilligungsverfahren erneut zugenommen. «Die Anforderungen und Auflagen steigen stetig an. So führten zum Beispiel die Verschärfungen bezüglich Bauen im Grundwasser im Kanton Schwyz zeitweise zu grossen Unsicherheiten und Verzögerungen», erwähnte der Verbandspräsident.
Auch der Umgang mit PFAS-belasteten Böden bringe neue Herausforderungen und zusätzliche Kosten. «Und die berüchtigte 5. Landessprache, die Einsprache, trägt ebenfalls nicht zur Beschleunigung der Verfahren bei.» Positiv seien die Bestrebungen des Verbandes Baustoffkreislauf Schweiz, den «schlechten Ruf» von Beton bezüglich CO2 und Ökologie in ein besseres Licht zu rücken. «Für das anstehende Baujahr, liebe Berufskollegen, dürfen wir für unsere Region trotz allen Herausforderungen optimistisch sein. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt», schloss Martin Jud seine Rede. Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, dass das Bauhauptgewerbe die schweizweite Bautätigkeit im 2025 gegenüber dem Vorjahr um fast 13 Prozent steigern konnte. Haupttreiber war dabei der Hochbau. Auch im Kanton St.Gallen stieg gemäss der Statistik des Schweizer Baumeisterverbandes die Bautätigkeit im Jahr 2025 stark an. Und auch der Auftragsbestand lag per 31. Dezember 2025 deutlich über dem Vorjahr. Hochbau und Tiefbau halten sich in etwa die Waage. Relativiert wird die Aussagekraft der kantonalen Statistik aber wegen zu wenigen Meldungen der Unternehmen im Jahr 2024.
Im Bereich Ausbildung ist erwähnenswert, dass aus dem Sektionsgebiet 15 Kandidaten das Qualifikationsverfahren zum Maurer EFZ absolvierten und alle die Prüfung bestanden. Beste waren Christian Kessler (Marchbau AG, Schübelbach SZ) und Jon Simon Ronner (B. Bachmann AG, Uznach SG) mit der sehr guten Note 5.3. Acht Kandidaten absolvierten die Prüfung zum Strassenbauer EFZ. Alle Kandidaten bestanden die Prüfung. Bester war Tobias Marty (Toller Unternehmungen AG, Eschenbach SG) mit der ausgezeichneten Note 5.7! Im Sommer 2025 starteten im Sektionsgebiet 25 neue Lernende (Vorjahr 23) eine Berufslehre. Die traktandierten Themen, u.a. Jahresbericht, Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes, wurden durch die Versammlung einstimmig genehmigt. Bei den Mitgliedermutationen gab es weder Ein- noch Austritte zu verzeichnen. Zum Schluss der Versammlung leitete Präsident Martin Jud zu Jakob Kamm, OK-Präsident Esaf 2025 Glarnerland, über. Dieser präsentierte mit Daten, Fakten und einem Film spannende Einblicke in das Schwingfest der Superlative, das im letzten Herbst in Mollis über die Bühne ging.
⋌pd
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