Roger Eberhard
freut sich als Präsident auf die Fasnacht Kaltbrunn.
Nadia Thoma-Blöchlinger ist die Präsidentin des Fassdaubenclubs Schattenhang. Der Verein organisiert jedes Jahr am letzten Sonntag im Januar das traditionelle Fassdaubenrennen in Goldingen, welches in diesem Jahr am 25. Januar durchgeführt wird. Weitere Informationen gibt es unter www.fassdauben.ch.
Nadia Thoma-Blöchlinger, was fasziniert Sie persönlich am Fassdaubenfahren?
Ich finde es beeindruckend, wie schnell und originell man auf Fassdauben den Berg hinunter sausen kann, so ganz ohne Kanten und Belag. Das macht einfach riesig Spass.
Und worin liegt der Reiz des Fassdaubenrennens in Goldingen?
Zum einen sicher die Möglichkeit, sich spontan vor Ort anzumelden und mitzumachen. Zum anderen gibt es für alle Erwachsenen ein kleines «Start-Schnäpsli» und für jeden Teilnehmer einen Preis. Aber auch unsere Zuschauerinnen und Zuschauer kommen nicht zu kurz: Das Rennen vor Ort live zu verfolgen, ist ein Riesengaudi. Es gibt immer wieder tolle Purzelbäume und Stürze, aber auch rasante Fahrten zu sehen. Daneben kann man sich in der Festwirtschaft verpflegen und mit der Guggenmusik Goldsprenger mitfeiern.
Wie hat sich der Fassdaubenclub Schattenhang seit seiner Gründung verändert?
Bei der Gründung waren es vier Mitglieder – unterdessen sind es 40. Zu Beginn fand «nur» das Fassdaubenrennen statt. Nach und nach kamen dann die Schattenhang-Chilbi und ein Fondue am Tag vor dem Rennen dazu. Früher gab es noch ein Verschiebedatum, auf das bei Schneemangel kurzfristig ausgewichen werden konnte. Aus organisatorischen Gründen haben wir dieses nicht mehr und das Rennen findet immer am letzten Sonntag im Januar statt. Sollte dann kein Schnee liegen, führen wir jeweils einen Plauschparcours durch. Das war vor sechs Jahren das erste Mal der Fall.
Die Fassdauben werden vom Club selbst hergestellt. Was ist dabei besonders wichtig?
Am schwierigsten ist es jeweils, Holzfässer mit genügend breiten Dauben zu finden. Hat man diese, werden möglichst gleiche Daubenpaare aussortiert und mit einer Bindung aus Feuerwehrschlauch und Lederriemen versehen. Diese Bindung muss möglichst präzise montiert werden. Ein Wanderschuh muss gut hineinpassen, um während der Fahrt nicht zu bremsen. Zum Schluss wird die Fassdaubenunterseite noch mit Wachs oder Farbe versehen. Was dabei wichtig ist: Originale Fassdauben weisen keinen Belag und keine Kanten auf.
Und zum Schluss: Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Clubs und der Rennen?
Ich hoffe, dass der Fassdaubenclub Schattenhang die Freude am Fassdaubenfahren stets weitergeben kann und dass unsere Mitglieder, Familien und Freunde uns weiterhin so tatkräftig unterstützen. Und natürlich wünsche ich mir, dass jedes Jahr genug Schnee liegt und wir nicht auf den Plauschparcours ausweichen müssen.
⋌Shannon Senn
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