Jonas Büchel
möchte mit Wird Führungspersonen zu Coaches machen.
Der Jodelklub Gommiswald unter der Leitung von Elisabeth Scherrer-Häfliger überzeugte mit ihren Liedvorträgen.
Zum diesjährigen Jodlerchränzli lud am Wochenende der Jodelklub Gommiswald in den Gemeindesaal ein. Die Besucher kamen am Samstagabend sowie am Sonntagnachmittag voll auf ihre Kosten.
90 Minuten Jodelgesang mit dem gastgebenden Klub unter der Leitung von Elisabeth Scherrer-Häfliger sowie der jungen Gastformation Cindy, Corinne und Tanja aus Sachseln im Kanton Obwalden, ein gut einstündiges Theater, welches die Lachmuskeln strapazierte, kulinarische Genüsse und ein Kribeln mit dem Kauf von Tombolalosen – es war angerichtet für abwechslungsreiche Stunden. Das zog sich wie ein roter Faden vom Beginn mit dem Lied «E schöne Tag» bis zum Ende des Konzertteils mit der Zugabe «s Grüchtli» sowie dem Gesamtchorlied «Dini Seel ä chli la bambälä la» durchs Programm. Es war Jodelkost vom Feinsten, was die Besucher im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal dargeboten bekamen. In ihren Obwaldner Sonntagstrachten bot der herzerwärmende Auftritt des Jodelduetts Cindy und Corinne mit der Handorgelbegleitung von Tanja mit «Mys Dörfli am See» und dem Juitz «Lenas Aigäglanz» Hühnerhautmomente. Ein weiterer erfrischender Vortrag des Jodelklubs war «Singe wei mir, jutze wei mir», und auch beim «Heimweh-Jutz» brandete ein grosser Schlussapplaus durch die Besucherreihen. Präsident Rico Rufer bei der Begrüssung und Kari Roos, der mit viel Witz durchs Programm führte, hatten ein Leichtes, dem Publikum «öppis fürs Gmüet» zu präsentieren. Viel Kurzweil und eine Portion Fröhlichkeit in den Liedern rundete den ersten Teil ab.
Mit dem Zweiakter «Älpler-Händy-ronne» unter der Regie von Sepp Bachmann kamen auch die Theaterfreunde auf ihre Rechnung. Sieben Laiendarsteller brachten das Leben auf dem Berg teilweise aus den Fugen. Bauer Blaser (gespielt von Hans Bohl), sein Knecht (Fredi Wissmann) und die Magd (Nicole Hüppi) leben in sehr einfachen Verhältnissen. Um ihr Einkommen etwas aufzubessern, wollen sie Gäste zum Übernachten im Heu auf den Berg locken. So kam schon bald ein Vertreter (Markus Boos) mit seiner Sekretärin (Pia Zwyssig). Bauer Blaser erhielt von ihm ein grosszügiges Angebot für Land und Haus. Doch war da vielleicht etwas faul? Wollte er einfach eine Antenne auf dem Grundstück platzieren? Wer kommt denn schon im Anzug und im Minirock und Stöckelschuhen auf einen Berg? Zum Glück ist da noch ein weiterer Gast (Erna Bachmann), die Licht ins Dunkel bringen könnte. Sie ist zwar auch eine Fremde und wie sich herausstellt, die richtige Unterstützung, um alles aufzuklären. Der tosende Applaus war der verdiente Lohn eines grossartig gespielten Lustspiels. Im Anschluss spielte das Echo vom Rappämöisli aus Einsiedeln zum Tanz auf. Am Sonntagnachmittag war das Jodelchörli Alperösli aus Wattwil die Gastformation.
Text und Fotos: Franz Steiner
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