Nadja Waldis
engagiert sich bei "UznerFamilien" für die Adventsfenster.
Was vor drei Jahrzehnten mit einer Handvoll junger Inlinehockey-Begeisterter auf Schulhausplätzen begann, hat sich zu einer regionalen Erfolgsgeschichte entwickelt: Der Inlinehockeyclub Linth feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum.
Linthgebiet Der Name entstand aus Street Fighters – jetzt noch als SF im Vereinsnamen vertreten – über ihcSF Gommiswald bis hin zum be ihcSF Linth. Gründungsmitglied und langjähriger Präsident Markus Fritz blickt auf drei Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurück. «Wir waren damals etwa sieben Personen, die zusammen Inlinehockey spielten», erinnert sich Fritz an die Anfangszeit. Man trat an Turnieren an – mit Erfolg. 1995 folgte die Vereinsgründung und für Fritz wurde die Arbeit zu einer Herzensangelegenheit: Zwölf Jahre war er Präsident, rund 30 Jahre lang stand war er als Trainer tätig. Heute zählt der Verein rund 170 Mitglieder – von den jüngstenJuniorinnen und Junioren bis zur Meistermannschaft. Die Nachwuchsarbeit sei entscheidend für den Erfolg, betont Fritz: «Ohne Junioren würde es uns längst nicht mehr geben.» Dass das Konzept aufgeht, zeigt ein Blick auf die Erfolge: 2020 und 2022 wurde das erste Team des Clubs Schweizer Meister. Auch im Juniorenbereich durften bereits mehrere Meisterpokale gefeiert werden.
Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war zweifellos der Spatenstich für die Raiffeisen-Arena in Kaltbrunn im Jahr 2008 – der ersten Inlinehockey-Halle der Schweiz. «Die Idee entstand, weil wir nicht länger durch die halbe Schweiz reisen wollten, um spielen zu können», erzählt Vereinspräsident Fritz. Ein früherer Vorschlag, eine bestehende Halle in Gommiswald inlinehockeytauglich umzubauen, verlief im Sand. Also fasste man den Mut, selbst zu bauen. Man erstellte einen Businessplan, sicherte sich Unterstützung durch künftige Mieter und fand Geldgeber. 2009 bezog der Club die neue Arena. Anfangs seien noch einige Kaltbrunnerinnen und Kaltbrunner skeptisch gewesen, sagt Fritz – heute werde die Halle vielfältig genutzt. Mit der Arena wurde zudem der «Wintercup» ins Leben gerufen – ein Turnier, das aufgrund der Infrastruktur ausschliesslich in Kaltbrunn ausgetragen wird. Zuvor ruhte der Inlinehockey-Betrieb während der Wintermonate.
Die grösste Herausforderung auf dem Weg zur eigenen Arena sei nicht die Planung gewesen, sondern der Moment des tatsächlichen «Machens». «Ideen sind schnell auf Papier gebracht. Aber machen die Leute wirklich mit?» Die Antwort: ja. Einige Mitglieder nahmen Ferien, um bei der Realisierung mitzuhelfen. «Das konnte man nicht vorausplanen. Aber es hat gezeigt, wie stark der Verein lebt», so Fritz. Zum 30-jährigen Jubiläum gehört auch ein besonderer Event: Am 15. November verwandelt sich die Raiffeisen-Arena in eine Rollerdisco. Die «Rollback-Party» steht ganz im Zeichen der 80er und 90er – mit DJ Ivan, Bar, Foodcorner und Partystimmung auf Rollen oder in Tanzschuhen. Willkommen sind alle ab 18 Jahren – ob mit Rollschuhen, Inlineskates oder einfach in Feierlaune.
Für die Zukunft hat Fritz einen Wunsch – nicht nur für seinen Verein, sondern für den gesamten Sport: Er hofft, dass mehr Clubs in die Juniorenförderung investieren und weitere Inlinehockey-Hallen entstehen. «Es nützt nichts, wenn wir die einzigen mit vielen Teams und Nachwuchs sind – ohne Gegner», erklärt er. Er hofft deshalb, dass mehr Clubs in die Juniorenförderung investieren und weitere InlinehockeyHallen entstehen. Eines ist sicher: Der Inlinehockeyclub Linth hat vorgemacht, wie aus Leidenschaft, Idealismus und Teamgeist ein regionales Sporterfolgskapitel entsteht – das hoffentlich auch in den nächsten 30 Jahre weitergeschrieben wird.
⋌shs
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