Nadja Waldis
engagiert sich bei "UznerFamilien" für die Adventsfenster.
Auch die Gemeinde Wattwil bedauert den Verlust von privatwirtschaftlich geführten Angeboten.
Eine Plakat-Aktion sorgt derzeit in Wattwil für Diskussionen. Die Jungfreisinnigen Toggenburg kritisieren, dass die Gemeinde Wattwil zu wenig für das gesellschaftliche Leben in Wattwil unternehme. Sarina Wenk, Ratsschreiberin der Politischen Gemeinde Wattwil, bezieht Stellung.
Wattwil Die Gemeinde Wattwil sieht die jüngste Plakataktion der Jungfreisinnigen nicht als Angriff, sondern als Impuls für eine öffentliche Diskussion über die Bedürfnisse der Bevölkerung. Es ist den Initianten wichtig festzuhalten, dass diese Aktion nicht als Kritik an der Gemeinde zu verstehen ist», erklärt Sarina Wenk, Ratsschreiberin der Gemeinde. Sie betont ebenfalls, dass der Gemeinderat den Verlust von privatwirtschaftlich geführten Angeboten ebenso bedaure wie die Freisinnigen. «Wir haben Anfragen zu Zwischennutzungen in öffentlichen Liegenschaften wie dem Thurpark oder der Alten Post positiv geprüft.» Als öffentliche Hand müsse die Gemeinde aber das Gleichbehandlungsprinzip wahren und könne nicht einzelne Marktteilnehmende mit Steuergeldern bevorzugen.
Zum gesellschaftlichen Leben in Wattwil sagt Wenk, dass das Angebot bereits über das Jahr verteilt zahlreiche Anlässe und Aktivitäten umfasse. Die Gemeinde konzentriere sich auf rechtlich vorgegebene Aufgaben, während das gesellschaftliche Leben primär von der Bevölkerung selbst gestaltet werde. «Wir unterstützen bereits viele Initiativen von Privaten und Organisationen und sind offen für einen konstruktiven Dialog mit den Jungfreisinnigen», erklärt Wenk. Die Plakate der Jungfreisinnigen seien jedoch ohne Bewilligung aufgestellt worden. Aufgrund sicherheitsrelevanter Aspekte, wie der Sichtverhältnisse bei Einfahrten, müssen diese entfernt oder es bedarf einer strassenpolizeilichen Bewilligung.
⋌shs
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