Tiziano Gerber
und die Band Band Beat the 18th suchen neue Mitglieder aus dem Linthgebiet.
Die Trainer Detlev Schönberg (l.) und Philip Brunner verlassen Volley Toggenburg spätestens Ende Juni.
Der Vorstand von Volley Toggenburg hat an seiner Sitzung von Ende März entschieden, das Projekt eines Leistungszentrums für Nachwuchsathletinnen inklusive einer Regionalen Trainingsgruppe im Sinne des Talentförderprogramms von Swiss Olympic nicht weiter zu verfolgen.
Volleyball Das hat personelle Konsequenzen beim Trainerstaff: Die Berufstrainer Detlev Schönberg und Philip Brunner beenden ihre Arbeit bei Volley Toggenburg per Ende Juni. Am Dreigestirn zur Förderung von Jungen mit einer NLA, einer 1. Liga und einer 2. Liga sowie Juniorenteams wird festgehalten. Volley Toggenburg investiert viel in die Ausbildung und Förderung von jungen Talenten. In der vergangenen Saison haben die Trainer der NLA und 1. Liga junge Schweizerinnen an das Leistungsniveau herangeführt und wertvolle Spielzeit geboten. Das Konzept der konsequenten Förderung und Ausbildung von Schweizer Spielerinnen sollte mit der Gründung eines Leistungszentrums mit einer Regionalen Trainingsgruppe (U16) und einem 1. Liga-Team (U20, U23) nun auch formalisiert und im Rahmen einer neuen Trägerschaft in die Tat umgesetzt werden. Mit dieser Vision hat auch der Headcoach der NLA, Detlev Schönberg, sein Amt vor knapp einem Jahr angetreten. Ebenso hatte Philip Brunner, der bereits seit mehreren Jahren in Wattwil als Ausbildner und Coach wirkt, unter diesen Vorzeichen sein Engagement bekräftigt. Nun hat der Vorstand entschieden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. «Das ist uns nach intensiven Vorarbeiten der letzten Monate nicht leichtgefallen», erklärt Präsidentin Maja Hedinger. «Die konsequente Fokussierung auf die Förderung des leistungsorientierten Nachwuchses auf verschiedenen Altersstufen bedingt optimale Rahmenbedingungen. Wir mussten konstatieren, dass wir diesem Anspruch nicht in allen notwendigen Bereichen gerecht werden», ergänzt Hedinger. Zum Entscheid führten letztlich auch wirtschaftliche Bedenken.
Unter diesen neuen Vorzeichen haben Detlev Schönberg und Philip Brunner entschieden, ihre Arbeit zu beenden. «Wir bedauern, dass die Zeit im Toggenburg noch nicht reif ist, um ein überregionales Leistungszentrum führen zu können. Mit dieser Vision und meinem Erfahrungsschatz aus anderen Regionen im In- und Ausland bin ich vor einem Jahr angetreten», so Detlev Schönberg. Volley Toggenburg bedankt sich bei Schönberg für seinen enormen Einsatz in einer Phase der Reorganisation und des Umbruchs im Club. Er habe sich nicht nur als NLA-Headcoach engagiert und sein Amt unter besonderen Voraussetzungen angetreten, sondern massgeblich am Konzept des Leistungszentrums sowie an den neuen Ausbildungs- und Trainingsplänen mitgearbeitet und seine wertvolle Erfahrung eingebracht. «Wir haben Detlev Schönberg als Mann der Tat kennengelernt, der sich vom ersten Tag an in eine neue Aufgabe stürzte und mit viel Einsatz half, etwas Neues aufzubauen. Dafür sind wir dankbar und wünschen ihm weiterhin alles Gute», erklärt Maja Hedinger.
Philip Brunner, der über sieben Jahre im Toggenburg wirkte und nun kurz vor seinem Berufstrainerabschluss steht, wird Volley Toggenburg ebenfalls verlassen. «Ich bin nach wie vor vom Konzept des Leistungszentrums im Toggenburg überzeugt. Nach dem Entscheid des Vorstandes sehe ich hier meinen Platz nicht mehr», hält er fest. «Wir verlieren mit Brunner einen Trainer, der sich in der Förderung des Volleyballs und der Sportlerinnen viele Jahre bei uns eingesetzt hat. Er hat einige Spielerinnen in Wattwil und in Chur ausgebildet, die heute NLA oder NLB hier in Wattwil oder bei anderen Clubs spielen. Wir bedauern seinen Entscheid», würdigt Maja Hedinger die Leistung von Brunner. Der Club hat den Prozess eingeleitet, eine Nachfolgelösung auf der Trainerposition sowohl für die NLA als auch für die 1. Liga zu finden. «Am Dreigestirn einer NLA mit möglichst vielen ambitionierten Schweizer Spielerinnen und einem 1. Liga Team sowie einem 2. Liga Team für den Nachwuchs wollen wir festhalten», betont Hedinger.
⋌pd
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