Jonas Büchel
möchte mit Wird Führungspersonen zu Coaches machen.
Drogistin Ursina Bösch weiss, was bei Heuschnupfen hilft.
Ursina Bösch ist Drogistin und Co-Geschäftsführerin der Toggenburg Drogerie Ebnat-Kappel. Informationen zur Drogerie, zum Schwarzkümmelöl und weiteren Produkten unter: www.drogerie-ebnat-kappel.ch.
Ursina Bösch, was sind die Ursachen für Heuschnupfen?
Betroffene zeigen eine Überreaktion des Immunsystems auf die an sich «harmlosen» Eiweisse der Pollen. Anschliessend wird Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet, was zu den entsprechenden Symptomen führt.
Und welche Symptome wären das genau?
Da gibt es einige: Niesen, Fliessschnupfen, verstopfte Nase, juckende und tränende Augen, Juckreiz im Gaumen und auf der Haut, Husten und Atembeschwerden.
Welche Fehler machen viele Betroffene im Umgang mit Heuschnupfen?
Einer der grössten Fehler bei mittlerem bis starkem Heuschnupfen ist es, die Symptome zu ignorieren. Es besteht dann die Gefahr, dass die Beschwerden von Jahr zu Jahr schlimmer werden oder dass sich daraus ein allergisches Asthma entwickeln könnte.
Haben Sie Tipps und Tricks zur Linderung der Beschwerden?
Es hilft, im Sommer eine Sonnenbrille zu tragen und früh morgens nur kurz stosslüften. Ausserdem empfehle ich, das Gesicht mehrmals täglich zu waschen und abends vor dem ins Bett gehen die Haare zu waschen. Dafür gibt es auch spezielle Shampoos, welche die Anhaftung der Pollen verhindern. Zusätzlich ist es besser, die Kleider nicht im Schlafzimmer zu deponieren und die Wäsche nicht im Freien zu trocknen.
Und welche Produkte oder natürlichen Mittel empfehlen Sie zusätzlich?
Lokal wirksame Mittel wie Nasensprays und Augentropfen, am besten in Kombination mit Produkten, die antiallergisch wirken oder das Immunsystem unterstützen. Die Produktpalette ist gross und reicht von natürlichen Heilmitteln in Form von Sprays, Tropfen oder Tabletten bis hin zu synthetischen Antiallergika. Zudem empfehle ich immer die tägliche Anwendung einer Nasendusche. Somit werden die Pollen aus der Nase gespült, bevor sie Beschwerden verursachen.
Wann sollte man zu Medikamenten greifen und wann reichen Hausmittel?
Wie immer gilt bei der Einnahme von Medikamenten: so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Wenn die Lebensqualität oder das Geniessen eines schönen Frühlingstages unter dem Heuschnupfen leiden und einfache Hausmittel nicht mehr ausreichen, ist es ratsam, sich in der Drogerie für die passenden Produkte und Massnahmen beraten zu lassen.
Zum Schluss: Kann man Heuschnupfen vorbeugen oder das Risiko reduzieren?
Die Einnahme von Schwarzkümmelölpräparaten kann die Heuschnupfensymptome reduzieren. Start der Einnahme ist optimalerweise drei Monate vor Beginn der ersten Beschwerden.
⋌Shannon Senn
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