Roger Eberhard
freut sich als Präsident auf die Fasnacht Kaltbrunn.
Pflegen gemeinsam die traditionelle Volksmusik: das Ländlertrio Hembergergruess (v. l.) Roger Forrer, Elias Roth und Peter Forrer.
Ländlermusik gehört für Roger Forrer seit jeher zum Alltag. Der Akkordeonist aus Ebnat-Kappel ist Mitglied des Ländlertrios Hembergergruess, dastraditionelle Volksmusik mit viel Leidenschaft und persönlicher Verbundenheit pflegt. Entstanden ist die Formation aus familiären Wurzeln – und aus der Freude am gemeinsamen Musizieren.
Ebnat-Kappel Schon früh kam Roger Forrer mit der Ländlermusik in Berührung. Als Kind hörte er begeistert Lieder vom «Echo vom Kinzig». Zwar folgte in der Jugendeine Phase, in der andere Musikrichtungen wichtiger wurden, doch ganz losgelassen hat ihn der Ländler nie. «Wenn ich meinem Vater beim Spielen zuhörte, überlegte ich mir automatisch, wie ich das selbst spielen würde», erzählt Roger. Heute schätzt er die Musik wieder sehr – auch wenn er nach vielen Auftritten zwischendurch bewusst etwas anderes hört.
Das Ländlertrio Hembergergruess entstand nach und nach. Roger begann bereits in der Musikschule, Akkordeon zu spielen und musizierte ab seinem 17. Lebensjahr regelmässig mit seinem Vater Peter Forrer. Anfangs sei das sehr ungewohnt gewesen. «Es war speziell, mit meinem Vater zusammen Musik zu machen, schliesslich ist er eine Autoritätsperson», erinnert sich Roger. Mit der Zeit habe sich das Verhältnis jedoch verändert: Heute begegne man sich musikalisch wie menschlich auf Augenhöhe. Peter spielte bereits damals in einer Formation und nahm seinen Sohn immer häufiger mit, wenn ein Musiker ausfiel. «Irgendwann wollten wir etwas Eigenes aufbauen», sagt Roger. Da beide Akkordeon spielen, fehlte noch der Bass – mit Elias Roth war der passende Musiker gefunden und das Trio vollständig. Auch mit dem dritten Mitglied harmoniert die Formation bestens. «Wir sind unkompliziert und ticken ähnlich», so Forrer. Das Zwischenmenschliche sei entscheidend, wenn man zusammenspiele – wenn es nicht passt, funktioniert es nicht. Einzig die Terminplanung sei manchmal etwas herausfordernd. Sowohl Roger Forrer als auch Elias Roth sind noch in weiteren Formationen aktiv, was gelegentlich zu Überschneidungen führe. «Wenn es einmal gar nicht aufgeht, müssenwir auch einen Termin absagen.»
Ein besonderer Höhepunkt in der bisherigen Laufbahn des Trios war der Auftritt in der SRF-Sendung «Potzmusig». «Das war für mich ein riesiger Moment», schwärmt Roger. Doch neue Ziele gibt es bereits – etwa die Aufnahme einer eigenen CD. «Wenn man ein Ziel erreicht hat, setzt man sich einfach das nächste», meint er schmunzelnd. Neben dem Interpretieren traditioneller Stücke komponieren Roger und Peter Forrer auch selbst. Die Inspiration kommt Roger dabei ganz intuitiv. «Melodien kommen mir beim Arbeiten, beim Velofahren oder kurz vor dem Einschlafen», erzählt er. Manchmal entstünden mehrere Melodien in einer Woche, dann wieder längere Zeit keine.
Aktuell ist das Ländlertrio Hembergergruess für vereinzelte Auftritte in der Innerschweiz unterwegs. Am 8. März ist die Formation jedoch wieder in der Region zu hören: Dann treten die drei Musiker im Restaurant «Sitz» in Schwellbrunn auf. Darüber hinaus kann das Trio für Unterhaltungen, Musikabende in Restaurants, Geburtstage, Hochzeiten oder Firmenanlässe gebucht werden. Dabei bleibe man seiner klaren Linie treu. «Wir machen traditionelle Ländlermusik – keine Unterhaltungsmusik», betont Roger Forrer. Weitere Informationen sind unter www.hembergergruess.ch zu finden.
⋌shs
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