Raphael Gygax
ist der OK-Präsident des "The Little Big Festival" in Lichtensteig.
Vom 26. bis 28. Juni fand in Ebnat-Kappel bereits zum 15. Mal die 2Takt-Challenge statt. Zu diesem Jubiläumüberlegte sich das Organisationskomitee etwas ganz Besonderes: Das erste Eidgenössische Töffli-Treffen (ETT).
Ebnat-Kappel Am Freitag öffnete das Festgelände seine Tore. Trainingsfahrten für den Mofacup und das Mofacross-Rennen sowie die Party im Festzelt sorgten bis 3 Uhr morgens für einen gelungenen Auftakt ins Wochenende. Am Samstagmorgen herrschte bereits wieder reger Betrieb. Um 10 Uhr standen bereits rund 250 Töffli auf dem Gelände, und laufend trafen weitere Fahrerinnen und Fahrer ein. Das ETT lockt längst nicht mehr nur Teilnehmende aus der Region ins Toggenburg. «Wir haben jedes Jahr Gruppen aus Bern und dem Wallis, die das ganze Wochenende bei uns verbringen und auf dem Zeltplatz übernachten», erzählte OK-Präsident Kevin Rückmar.
Premiere auf der Crossstrecke
Zum Jubiläum wollten die Organisatoren den Besucherinnen und Besuchern mehr bieten als die bekannten Strassentöffli. Deshalb fand in diesem Jahr erstmals ein SAM-Mofacross-Rennen statt. Schon ab 10 Uhr verfolgten zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer die spannenden Rennen auf der Crossstrecke. Trotz hochsommerlicher Temperaturen füllte sich das Festgelände rasch. Viele suchten den Schatten unter den Zelten oder Bäumen, während andere den Tag mit einem kühlen Bier begannen. An den Verpflegungsständen herrschte reger Betrieb, einige Besuchende gönnten sich einen Burger oder ein Crêpe zum Frühstück. Ein paar Kinder vergnügten sich im Familienbereich und überall entstanden Gespräche über Motoren und gemeinsame Touren – sofern man sich zwischen dem Knattern der Zweitakter überhaupt verstand.
Töffli-Rundfahrt als Höhepunkt
Einer der Höhepunkte des Samstags war die grosse Töffli-Rundfahrt durch das Toggenburg und zu den Churfirsten. Kurz vor dem Start um 11.20 Uhr stellten sich die zahlreichen Teilnehmenden auf. Das Knattern der Motoren wurde immer lauter, während die Vorfreude spürbar stieg. Vor der Abfahrt richtete Rückmar noch einige Worte an die Fahrerinnen und Fahrer. Dabei machte er deutlich, worauf es beim ETT ankommt: «Nicht der Schnellste ist der Coolste, sondern derjenige, der den anderen hilft.» Sein Wunsch: Dass am Nachmittag alle gemeinsam und unfallfrei wieder in Ebnat-Kappel eintreffen. Dieser Gedanke prägte das Treffen: Im Mittelpunkt stand nicht der Wettbewerb oder die Geschwindigkeit, sondern Kameradschaft und die gemeinsame Leidenschaft für die kleinen Zweitakter.
Ebnat-Kappel als Töffli-Hotspot
Auch neben der Rundfahrt bot das Programm viel Unterhaltung: Showtrainings und Rennläufe des Mofacups, Beschleunigungsrennen sowie das dreistündige Töffli-Rennen sorgten bis in den Abend hinein für Action, bevor Live-Musik und DJs den Festbetrieb übernahmen. Mit der gelungenen Mischung aus Nostalgie, Motorsport und Geselligkeit zeigte das ETT einmal mehr, weshalb das Treffen weit über die Region hinaus bekannt ist. Schon am Samstagvormittag war klar: Das Jubiläum lockt Hunderte Töfflibegeisterte nach Ebnat-Kappel – und macht das Dorf für ein Wochenende zum Treffpunkt der Schweizer Töffli-Szene.
Nach dem ersten Eidgenössischen Töffli-Treffen zog OK-Präsident Kevin Rückmar ein überwiegend positives Fazit. «Mit vielem sind wir sehr zufrieden», sagte er nach dem Wochenende. Besonders die Premiere des SAM-Mofacross-Rennens sei ein voller Erfolg gewesen. Einen kleinen Wermutstropfen gab es dennoch: Rückmar hätte sich für das Eidgenössische Töffli-Treffen noch mehr klassische Töffli auf dem Festgelände gewünscht. Ein besonderes Lob richtete der OK-Präsident an die zahlreichen Helferinnen und Helfer. Sie hätten alle Hand in Hand zusammengearbeitet. «Wir hatten leider etwas wenige Helfer, deshalb mussten alle Vollgas geben», so Rückmar. Ob das Eidgenössische Töffli-Treffen eine Fortsetzung erhält, ist derzeit noch offen. Das ETT sei als besonderes Highlight zum 15-Jahr-Jubiläum der 2Takt-Challenge ins Leben gerufen worden. «Ob es ein zweites Eidgenössisches Töffli-Treffen geben wird, wissen wir noch nicht.»
shs
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