Miss Helvetia
tritt am 16. Oktober mit ihrem neuen Album im Dömli in Ebnat-Kappel auf.
Nach intensiven Wochen in Shanghai ist Robin Hollenstein zurück im Toggenburg. Der Bütschwiler holte sich an den Berufsweltmeisterschaften die Silbermedaille im Maurerberuf. Am Montagabend wurde der Vize-Weltmeister nun bei seinem Arbeitgeber, der Oberhänsli Bau AG in Mosnang, mit einer Feier empfangen.
Region Robin Hollenstein hatte sich an den diesjährigen WorldSkills in Shanghai im Beruf Maurer die Silbermedaille gesichert und damit den Vize-Weltmeistertitel geholt. Seit dieser Woche ist er wieder aus Shanghai zurück. Am Montagabend empfingen ihn Arbeitskolleginnen und -kollegen sowie Familie und Bekannte mit einer kleinen Feier. «Ich habe mich riesig über die Wertschätzung und den persönlichen Empfang gefreut», sagt Robin. Sie zeige ihm, dass seine Leistung auch im Betrieb geschätzt und mitgetragen werde. Hinter seinem Erfolg stecke schliesslich nicht nur seine eigene Arbeit, sondern auch die Unterstützung seines Arbeitgebers und seines Umfelds. Bei Würsten, Glace und Getränken wurde auf den Erfolg des Bütschwilers angestossen. Geschäftsführer Damian Oberhänsli-Manser blickte in einer kurzen Rede auf Robins Zeit im Betrieb zurück. Er erzählte, wie sich der junge Maurer während seiner Ausbildung entwickelt habe, und würdigte seine Leistungen und seinen Einsatz. Anschliessend ergriff Robin selbst das Wort und nahm die Anwesenden mit auf seinen Weg an die WorldSkills. Er erzählte, wie er sich nach seinem Sieg an den Swiss-Skills 2025 für den internationalen Wettbewerb qualifiziert hatte, wie die Vorbereitung und das Training verliefen und wie er schliesslich nach Shanghai reiste. Auch seine Eindrücke vom Wettkampf und die besonderen Momente vor Ort schilderte er. Dazu zeigte Robin über einen Bildschirm Bilder von den World-Skills und gab den Anwesenden so einen Einblick in seine Erlebnisse in Shanghai.
Dass eine gute Platzierung möglich sei, war Robin bewusst. «Ich war gut vorbereitet», sagt er. «Gleichzeitig ist das Niveau an den WorldSkills wahnsinnig hoch und die Konkurrenz sehr stark.» Deshalb sei sein Ziel gewesen, die bestmögliche Leistung abzurufen und alles zu geben. Mit dem zweiten Platz habe er nicht gerechnet. An der Siegerehrung wurden zuerst die drei Nationen aufgerufen, die auf dem Podest stehen. Als Robin hörte, dass die Schweiz dabei ist, wusste er, dass er unter den ersten drei gelandet ist. «In diesem Moment war die Freude schon riesig.» Als schliesslich feststand, dass er den zweiten Platz erreicht hatte, sei er überwältigt gewesen. «Mit dem Vize-Weltmeistertitel hatte ich in diesem Moment nicht gerechnet.» Die Siegerehrung war für Robin sehr emotional. Nach Monaten der Vorbereitung und intensiven Wettkampftagen sei es ein unglaublicher Moment gewesen, auf dieser Bühne zu stehen. «Ich konnte es im ersten Moment gar nicht richtig fassen», erzählt er. Gleichzeitig habe er sich wahnsinnig gefreut, dass sich die Anstrengungen der letzten Wochen und Monate gelohnt haben. Denn die WorldSkills in Shanghai verlangten Robin nicht nur handwerkliches Können ab. «Die grösste Herausforderung war sicherlich, über die gesamten Wettkampftage konzentriert zu bleiben und auch unter grossem Zeitdruck sauber und präzise zu arbeiten», sagt er. Bei einem Wettbewerb auf diesem Niveau müsse jeder Handgriff sitzen. Gleichzeitig dürfe man sich von einem kleinen Fehler nicht aus dem Konzept bringen lassen. Die mentale Belastung sei deshalb mindestens genauso gross gewesen wie die technische Herausforderung.
Auf seinem Weg wurde Robin von zahlreichen Menschen unterstützt, insbesondere von seinem persönlichen Trainer Ruedi Signer. Dazu kamen das Betreuerteam des Swiss-Skills Nationalteams, seine Familie, Freunde und die Schweizer Fans in Shanghai. «Zu wissen, dass so viele Menschen hinter mir stehen und mitfiebern, hat mir während der Vorbereitung und auch während des Wettkampfs sehr viel Kraft und Motivation gegeben.» Auch die Rückkehr in die Schweiz blieb ihm in Erinnerung. Am Flughafen wurde Robin von Familie, Freunden und Bekannten empfangen. Nach der intensiven Zeit in Shanghai sei es schön gewesen, all die vertrauten Gesichter wiederzusehen und die Freude über seinen Erfolg gemeinsam zu teilen. Nun möchte der Maurer zuerst etwas Ruhe einkehren lassen. «Ich freue mich darauf, wieder mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen, Fussball zu spielen und einfach etwas abzuschalten», erzählt er. Aber auch beruflich steht der Bütschwiler bald
vor neuen Herausforderungen. Im Februar startet er mit der Weiterbildung zum Vorarbeiter. Die Erfahrungen aus Shanghai will er dabei mitnehmen. Er habe gelernt, auch unter grossem Druck ruhig zu bleiben, sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren und an sich selbst zu glauben. Ebenso habe ihm die Vorbereitung gezeigt, wie wichtig konsequentes Training und eine gute Vorbereitung seien. Bis es so weit ist, darf der Vize-Weltmeister erst einmal seinen Erfolg geniessen. «Aber ich freue mich schon jetzt darauf, wieder mit neuer Motivation in den Berufsalltag einzusteigen.»
Shannon Senn
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