Roger Eberhard
freut sich als Präsident auf die Fasnacht Kaltbrunn.
Seit 40 Jahren sind die Tanzbodensurris fester Bestandteil der Fasnacht in Rieden. Dieses besondere Jubiläum feiert die Guggenmusig in diesem Jahr mit einem grossen zweitägigen Fest.
Rieden 40 Jahre Tanzbodensurris – ein grosses Highlight für alle Mitglieder. So auch für die Präsidentin Désirée Leuzinger: «Es ist unglaublich cool, dass wir schon so lange bestehen.» Das Jubiläum sei vor allem eine Gelegenheit, den starken Zusammenhalt innerhalb der Gugge zu feiern. Leuzinger selbst gehört seit 13 Jahren dazu. Nach einem Neumitgliederabend trat sie bei und engagierte sich schon ein Jahr später im Vorstand – zuerst als Aktuarin, dann als Präsidentin. Das Jubiläum verspricht zwei Tage voller Musik, Farben und guter Laune. Am 30. und 31. Januar wird gemeinsam mit Guggen aus nah und fern, Musik und einem DJ gefeiert. Ein Höhepunkt ist der traditionelle Umzug, der am Samstag um 14.14 Uhr startet. Besonders freut sich Leuzinger auf die Auftritte der Alt-Surris: Ehemalige Mitglieder stehen an beiden Festtagen gemeinsam mit der aktuellen Gugge auf der Bühne. «Dass sie extra zurückkommen und mit uns spielen, bedeutet uns sehr viel», erklärt sie. «Es zeigt, dass die Begeisterung für die Surris auch über die aktive Zeit hinaus bestehen bleibt.»
Ein Anlass dieser Grösse erfordert jedoch viel Vorbereitung. Leuzinger bedankt sich deshalb beim Organisationskomitee, das seit Monaten an der Planung arbeitet und bei den Sponsoren, ohne die ein solches Fest nicht möglich wäre. Auch den Anwohnerinnen und Anwohnern von Rieden gilt ihr Dank – für ihr Verständnis gegenüber dem erhöhten Lärmaufkommen. «Und natürlich danke ich allen Surris», ergänzt sie, «sowie ihren Partnerinnen und Partnern, die Verständnis für unsere Leidenschaft haben.» Die Zusammenarbeit mit anderen Guggen aus der Region sei ebenfalls sehr gut. «Alle Präsidentinnen und Präsidenten aus dem See-Gaster sind in einem gemeinsamen Chat», erzählt Leuzinger, «und einmal im Jahr treffen wir uns zu einer Sitzung.» Trotz unterschiedlicher Vereinsstrukturen verbinde alle dasselbe: die Freude an der Fasnacht, an der Guggenmusik und am gemeinsamen Feiern. Konkurrenzdenken gebe es keines, betont sie: «Wir unterstützen uns gegenseitig – es fühlt sich an wie ein grosser Freundeskreis.»
Generell stehe heute das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt. «Die Fasnacht wird längst nicht mehr im ursprünglichen Sinn gefeiert», erklärt Leuzinger. Heute gehe es um das Zusammensein und den Spass. Mit einem weinenden Auge blickt sie jedoch auf gewisse Entwicklungen: «In den letzten Jahren sind die Besucherzahlen vieler Fasnachtsanlässe zurückgegangen.» Auch die Art zu feiern habe sich verändert. «Früher hatte fast jedes Dorf eine eigene Fasnacht mit Maskenball und Traditionen – das wird leider immer seltener.» Trotzdem schaut Désirée Leuzinger optimistisch in die Zukunft. «Ich wünsche mir, dass es die Tanzbodensurris auch in 40 Jahren noch gibt und wir die Fasnacht weiterhin mit derselben Freude feiern und das Brauchtum am Leben erhalten können», sagt sie. Vorerst steht jedoch das Jubiläumsfest am 30. und 31. Januar an, das sie kaum erwarten kann: «Das wird richtig fetzig!» Weitere Informationen unter www.tanzbodensurris.ch.
⋌shs
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