Désirée Leuzinger
kann das 40-jährige Jubiläum der Tanzbodensurris kaum erwarten.
Mit dem ersten Advent begann in Uznach nicht nur die Vorweihnachtszeit, sondern auch ein ganz besonderer Brauch: die Adventsfenster. Seit vergangenem Jahr bringen sie wieder Licht, Begegnung und kreative Überraschungen in die Quartiere.
Uznach Die Idee der Adventsfenster ist nicht neu. Schon früher waren sie in Uznach beliebt, dann aber fehlte es einige Jahre an Nachfrage. Als Nadja Waldis vor zwei Jahren zum Eventteam von «UznerFamilien» stiess, brachte sie den Anlass zurück. Und das mit Erfolg: Dieses Jahr findet der Adventsrundgang bereits zum zweiten Mal statt – und erfreut sich wachsender Beliebtheit. 24 Fenster werden vom 1. bis zum 24. Dezember nacheinander beleuchtet. Fast jedes Fenster wird mit einem kleinen Apéro eröffnet, was die Menschen auf unkomplizierte Art zusammenbringt. Die gestalteten Fenster sind kreativ, überraschend – und für alle Generationen ein Anlass, gemeinsam nach draussen zu gehen. «Die Stimmung ist einfach wunderschön», sagt Waldis. Sie wünscht sich, dass die Besucher einen Moment der Ruhe, Inspiration und Gemeinschaft erleben. «Denn oft sind es die kleinen Dinge, die einen Ort stimmungsvoll und lebendig machen.»
Dass der Anlass auf Begeisterung stösst, zeigt der Ansturm: Bereits Ende September waren alle 24 Fensterplätze vergeben. Waren es im ersten Jahr vor allem Vereinsmitglieder, so machen dieses Mal auch die Schule, der Kindergarten und sogar das Altersheim mit. Ein Zeichen dafür, wie sehr der Brauch im Dorf wieder verankert ist. Zudem wartet dieses Jahr ein besonderes Highlight: die neue Adventsfenster-Überraschung. An jedem Fenster findet sich ein QR-Code, der – ohne zu viel zu verraten – spielerisch dazu motivieren soll, bis Silvester alle Fenster zu bestaunen. «Wir wollen die Menschen auch in der kalten und dunklen Jahreszeit nach draussen locken», erklärt Waldis.
Hinter den Adventsfenstern steht ein Verein, der sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt hat. «UznerFamilien» wurde 2020 aus dem ehemaligen «FamilienTreff» heraus gegründet – und baut seither sein Angebot konsequent aus. Heute gibt es zahlreiche, gut besuchte Aktivitäten wie das MuKi- und VaKi-Turnen, den beliebten Samichlaus-Anlass oder die stetig wachsende Kinderartikelbörse. Mit dem Eventteam wurde zudem eine wichtige Entlastung für den Vorstand geschaffen, und ein Helferchat erleichtert den Austausch für Einsätze. Insgesamt ist der Verein breiter aufgestellt und besser vernetzt als früher.Wie viele Vereine kämpft auch «UznerFamilien» damit, genügend freiwillige Helferzu finden. «Es fehlt weniger an Interesse als vielmehr an Zeit», sagt Waldis. Umso wichtiger ist es, dass Menschen, die sich engagieren möchten, den Weg zum Verein finden – sei es als Helfer bei Anlässen, als Mitglied des Eventteams oder durch andere Formen der Unterstützung. Jede Hilfe stärkt das vielseitige Angebot für Familien in Uznach.
Die Adventsfenster werden täglich um 17 oder 18 Uhr eröffnet und bleiben jeweils bis 22 Uhr beleuchtet. Sie laden dazu ein, Uznach im warmen Licht der Vorweihnachtszeit neu zu entdecken – und dabei die Menschen hinter den Fenstern kennenzulernen. Ein adventlicher Spaziergang, der verbindet: kreativ, gemütlich und voller Überraschungen. Genauso, wie es sich Nadja Waldis und «UznerFamilien» wünschen. Weitere Informationen unter: www.uznerfamilien.ch.
⋌shs
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